| Ein Muss für Cineasten - die Blu-ray-Disc |
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| Samstag, den 27. Dezember 2008 um 10:06 Uhr | |||
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Folgt 2009 der Durchbruch zum Massenmedium?
Das Jahr 2008 hat der Blu-ray Disc den Weg bereitet, die HD-DVD ist gescheitert. Blu-ray-Filme kommen zeitgleich mit DVDs in den Handel, Player sind günstiger geworden und der Kopierschutz wankt. Und doch blieb bislang der große Ansturm auf die Blu-ray aus. Der Kampf um die DVD-Nachfolge ist Anfang 2008 entschieden worden. Toshibas HD-DVD scheiterte, Sonys Blu-ray-Disc ging als Sieger hervor. Noch aber kann die Blu-ray der DVD keine nennenswerten Marktanteile streitig machen - obwohl Blu-ray-Player längst für weniger als 200 Euro zu haben sind. Die Filme wurden im Laufe des Jahres günstiger und große Filmproduktionen erscheinen mittlerweile zeitgleich auf DVD und Blu-ray. ![]() Doch um die Massen von der Blu-ray zu überzeugen, muss Aufklärungsarbeit beim Thema hochauflösendes Fernsehen (HDTV) geleistet werden. Besonders in Deutschland steht es noch ganz am Anfang, nur wenige können es über Satellit oder Kabel empfangen. Digitales Fernsehen wird hierzulande eher mit dem "Überallfernsehen" DVB-T in Verbindung gebracht, dessen niedrige Auflösung auf den immer größeren Flachbildfernsehern leider allzu gut sichtbar ist. Die Blu-ray bietet hingegen ein scharfes Bild, was auf einem großen Bildschirm am besten im unmittelbaren Vergleich mit einer DVD sichtbar wird. Trotzdem plant die Blu-ray Disc Association für den deutschen Handel nicht etwa nebeneinander stehende DVD- und Blu-ray-Stationen. Lediglich ein Werbevideo auf Blu-ray, das die Qualitätsunterschiede zeigen soll, gibt es. Es bliebe also dem Handel überlassen, einen glaubwürdigeren Vergleich zu ermöglichen. Lange haben kleine Händler und Heimkinospezialisten es besser verstanden, die Vorzüge der DVD-Nachfolger zu veranschaulichen. Sie haben bessere Preise geboten, ein interessiertes Publikum angezogen und deutlich mehr Abspielgeräte verkauft als Media Markt und Saturn. Hier gab es weder ansprechende Preise noch eine überzeugende Präsentation. Mittlerweile wird die Blu-ray aber auch in Elektronikmärkten nicht mehr lieblos ausgestellt und hat deutlich mehr Regalfläche bekommen als noch Mitte 2008. Preisverfall bei Blu-ray-Filmen Der Kauf von Blu-ray-Filmen ist im Internet allerdings meist günstiger als in den Läden. Zum Weinachtsgeschäft 2008 liegen die Preise für Blu-ray-Filme hier teils unter 20 Euro. Wem das noch zu teuer ist, sollte einen neuen Blick in die örtliche Videothek oder in Versandvideotheken werfen. Das Angebot an Filmen sieht dort längst nicht mehr so kläglich aus wie noch Mitte 2008. Das unerlaubte Kopieren von Blu-rays ist noch komplizierter als bei DVDs. Doch trotz des besseren Kopierschutzes ist es nur eine Frage der Zeit und der Software, bis sich auch Blu-rays auf Knopfdruck vervielfältigen lassen. Hier hat sich in den vergangenen Monaten einiges getan. Filmimport leicht gemacht Eine große Auswahl an Kaufvideos gibt es für die, die des Englischen mächtig sind, Filme oder Serien gern im Original anschauen und keine deutsche Übersetzung brauchen. Hier lohnt ein Blick nach Großbritannien und in die USA. Viele Hollywoodstudios verzichten bei ihren Blu-ray-Filmen - anders als bei den DVDs - auf regionale Beschränkungen. Viele Filme können problemlos aus den USA importiert werden. Das gilt allerdings nicht für alle Blu-ray-Filme. Ob ein Import im eigenen Player läuft, lässt sich in Onlinelisten nachschlagen. Sollte das nicht der Fall sein, kann der Konsument den eigenen Player unter Umständen umbauen oder einen modifizierten Player kaufen. Diese umgebauten Blu-ray-Player sind zwar deutlich teurer, spielen aber Scheiben aus allen DVD- und Blu-ray-Regionen und lassen sich trotzdem weiter mit Firmwareupdates vom Hersteller bespielen. Natürlich sind Filmimporte und umgebaute Geräte ein Thema für Cineasten und Heimkinobetreiber. Doch auch normale Konsumenten beginnen sich für Blu-ray-Filme zu interessieren, wie die Absatzzahlen in Deutschland zeigen. Die Zahl der über den deutschen Handel verkauften Filme ist seit September/Oktober 2008 laut den Daten der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) deutlich gewachsen. Über 1 Million Scheiben wurden verkauft. Gesorgt haben dafür Blockbuster wie Iron Man, die gleichzeitig auf Blu-ray und DVD erschienen sind. Bei Neuveröffentlichungen ist außerdem der Preisunterschied zwischen den beiden Medien geschrumpft. Billige Abspielgeräte degradieren die Playstation 3 Mit Angaben zur Zahl der in Deutschland verkauften Blu-ray-Player tut sich die Blu-ray Disc Association bisher noch schwer. Zu erfahren ist nur, dass die Zahl der verkauften Abspielgeräte stetig steigt. Der gesunkene Preis für den eigenständigen Blu-ray-Player hilft dabei. Den größten Anteil an in Deutschland verkauften Blu-ray-Playern dürfte Sonys Playstation 3 haben, spätestens 2009 wird sich das aber wegen immer preisgünstigerer Abspielgeräte ändern. Die Playstation 3 ist zwar als leistungsfähiger Blu-ray-Player immer noch attraktiv. Die Spielekonsole hat jedoch gegenüber reinen Blu-ray-Playern keinen Preisvorteil mehr. Wegen ihres größeren Stromverbrauchs sind außerdem die Betriebskosten höher und sie lässt sich nicht von Regionalcode-Beschränkungen befreien - weder bei DVDs noch bei Blu-ray-Filmen. Das derzeit beste Bild 2009 wird für die Blu-ray Disc das entscheidende Jahr. Ob sie aber den Erfolg der DVD wiederholen kann, ist trotz des für 2009 von den Filmstudios angekündigten Filmregens ungewiss. Denn die Blu-ray hat eine ungleich größere Konkurrenz als die DVD zu ihrer Zeit. Musste sich die DVD nur gegen das Vorgängermedium VHS durchsetzen, hat die Blu-ray-Disc zwar den Konkurrenten HD-DVD hinter sich gelassen, muss sich nun aber gegen den Trend zum Download behaupten. Schließlich verlieren Trägermedien im Zuge der Entstofflichung an Bedeutung. Mit der Verbreitung von Breitbandnetzen wächst auch das Interesse an Filmdownloads in höherer Auflösung. Einen gewichtigen Vorteil hat die Blu-ray Disc gegenüber dem Download aber noch: die Bildqualität. Das junge Medium bietet Platz für Filme in voller HD-Auflösung (1080p, 1.920 x 1.080 Pixel), hoher Bandbreite und mit verlustfrei komprimiertem Mehrkanalton. Da können Onlinevideothekten mit Video-on-Demand und auch HDTV-Sender auf absehbare Zeit nicht mithalten.
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