
Festplatten, NAS und SSDs auf der CeBIT
Vergrößern Auf der CeBIT sind zahlreiche USB-3.0-Geräte zu erwarten, auch NAS und SSDs boomen.
USB 3.0 bekommt durch die diesjährige CeBIT noch einmal einen gehören Schub. Bislang ist das Nachrüsten der 5-GBit/s-schnellen Datenschnittstelle noch mit einigen Tücken verbunden (Seite 138), trotzdem kündigen Firmen wie Cremax Europe mit ihrer Marke Icy Dock oder Raidsonic („Icy Box“) ein wahres Feuerwerk an USB-3.0-Produkten an.
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A-Data schickt mit der N002 eine externe SSD ins Rennen, die außer einem USB-3.0-Interface gleich noch eine eSATA-Schnittstelle mitbringt. Solche Kombo-Laufwerke gab es bislang noch nicht; sie sind aber eigentlich recht praktisch, wenn man schon in die neue Schnittstellentechnik investieren möchte, aber noch kein USB-3.0-taugliches System hat. Mit USB-3.0-Hubs kann man mehrere USB-3.0-Geräte an einem Port betreiben. Erste Bilder solcher Hubs mit einem Schriftzug der Firma Buffalo sind bereits aufgetaucht. Möglicherweise erfährt man dazu am Stand der Japaner mehr.
Sticks mit dem USB-3.0-schnellen Interface, die Transferraten von mindestens 200 MByte/s erreichen sollen, liefert indes bereits die Firma Super Talent (USB 3.0 RAIDDrive) für happige 200 Euro mit 32 GByte Kapazität. Zur CeBIT hat der Hersteller wahrscheinlich auch die neuen USB 3.0 Express Drives im Gepäck, die zwar nicht ganz so schnell sind (maximal 125 MByte/s), aber dafür hoffentlich günstiger.
Auch bei den schnellen Solid-State Disks wartet man auf fallende Preise. Vielleicht kommen sie bald durch wachsende Konkurrenz. Im Geflüster vor der CeBIT war immer mal wieder das Wörtchen Sandforce zu hören. Der neue Controller, den unter anderem OCZ (Vertex LE und Vertex 2), Patriot und Super Talent (TeraDrive FT2) in ihren neuen SSDs einsetzen, verspricht Transferraten am Limit der Serial-ATA-Schnittstelle zweiter Generation (3 GBit/s) und gleichzeitig die Zuverlässigkeit von SSDs zu verbesseren. Unter anderem soll der Sandforce-Controller eine mit RAID verwandte Technik beherrschen, die der Controller-Hersteller „Redundant Array of Independent Silicon Elements“ (RAISE) nennt.
Die neueste Generation an NAS-Geräten – hier Qnaps TS-859 Pro für acht Festplatten – verspricht schnelle Datentransfers, stromsparenden Betrieb und einen üppigen Funktionsumfang. Vergrößern Die NAS-Hersteller Qnap und Synology haben bereits die neue Geräte-Generation mit Intels Pineview-Atoms herausgebracht. Zur CeBIT bringen beide Hersteller aber wohl neue Firmware. Qnaps NAS-Geräte sollen dank einer Flash-animierten Browser-Oberfläche noch komfortabler zu bedienen sein – insbesondere beim Medienserver sind Verbesserungen zu erwarten. Auch Musik-Streaming aufs iPhone soll nun möglich sein.

Synology kann das schon länger und erweitert seine Produktpalette zur CeBIT mit der DS-710 um ein weiteres Single-Core-Atom-NAS-Gehäuse mit zwei Festplatteneinschüben für kleine Heimnetze, das offenbar gegen das Qnap TS-259 Pro antritt. Eine neue Firmware bringt unter anderem Datenverschlüsselung für einzelne Ordner und eine Vereinfachung der RAID-Konfiguration: Das Synology Hybrid RAID (SHR) konfiguriert sich ohne Zutun des Anwenders selbst und kümmert sich ab zwei eingebauten Festplatten darum, dass Daten redundant abgespeichert werden. Der Clou: Stecken unterschiedlich große Festplatten im Gehäuse, soll es ab mindestens drei eingebauten Platten dazu eine Kombination aus RAID 1 und 5 nutzen, sodass im Vergleich zu einem herkömmlichen RAID-5-Verbund wesentlich mehr Speicherplatz zur Verfügung steht.
Thecus, der dritte taiwanische NAS-Hersteller, intensiviert unterdessen den Konkurrenzkampf mit den Anbietern professioneller Storage Arrays und schickt mit dem N16000 erstmals ein 2ˇHE hohes NAS-Gehäuse für Serverracks ins Rennen, das 16 Festplatten aufnimmt. Auf der CeBIT zeigt er außerdem seine 10-GBit-Ethernet-ready-Modelle N7700Pro und N8800 Pro Turbo, die sich mit einem zusätzlich anzuschaffenden Adapter von Intel um 10-GBit-Ethernet-Schnittstellen erweitern lassen.
Ein NAS für kleine Unternehmen kündigt sich auch bei der EMC-Tocher Iomega an. Genaue Details waren bis Redaktionsschluss allerdings noch nicht zu bekommen. Buffalo zeigt derweil eine TeraStation, auf der zur Abwechslung mal kein Linux, sondern der Windows Storage Server R2 Express Edition läuft. Außerdem haben die Japaner bei der mit 2,5-Zoll-Festplatten bestückten LinkStation Mini nachgebessert: Sie arbeitet jetzt mit einem neueren und schnelleren Marvell-Prozessor (6281 alias „Kirkwood“), der Datentransferraten bis zu 40 MByte/s per Gigabit-Ethernet schafft.
SAS 6 GBit/s ist bei den Anbietern von RAID-Adaptern dieses Jahr das beherrschende Thema. Areca will erste Testmuster am Stand bei Partner Starline zeigen. Die meisten Festplattenhersteller rücken nicht an, doch Seagate und Western Digital tummeln sich auf dem Reseller-Planeten (WD als Partner bei API) und zeigen dort wohl auch Platten mit 6-GBit/s-schneller Serial-ATA-Schnittstelle.