Microsoft bestätigt Sicherheitsloch in Windows 7 und 2008 R2 PDF Drucken
Sonntag, den 15. November 2009 um 12:44 Uhr

microsoft-logoExploitcode existiert, Angriffe laut Microsoft aber noch nicht

In einem Security-Advisory beschreibt Microsoft eine bereits bekannte Sicherheitslücke im SMB-Protokoll, für die es bisher noch keinen Patch gibt. Ein Rechner lässt sich durch das Sicherheitsproblem immerhin nicht übernehmen.

Die neue Sicherheitslücke, die ausschließlich Windows 7 und Windows Server 2008 R2 betrifft, kommt zu einem ungünstigen Zeitpunkt. Microsofts November-Patchday hat erst vor ein paar Tagen sechs Windows-Sicherheitslücken beseitigt. Das Sicherheitsproblem lässt sich für Denial-of-Service-Angriffe ausnutzen. Dem Internet Storm Center (ISC), das bereits Exploitcode vorliegen hat, gelang es, angegriffene Rechner komplett stillzulegen. Weder Maus, Keyboard noch Netzwerk lassen sich nach einem Angriff weiter nutzen. SMB-Zugriffe vom und zum Internet sollten über die Firewall geblockt werden, so dass sich der Angriff von außen nicht mehr durchführen lässt.

Der Angriff lässt sich laut Microsoft aber nicht nutzen, um Schadcode zu übermitteln und Systeme zu übernehmen. Außerdem lassen sich andere Windows-Versionen, wie XP, Vista oder der Server 2008, so nicht lahmlegen, bestätigte Microsoft.

Da Microsoft laut eigenen Angaben über das Problem nicht vorab informiert wurde und Exploitcode als Beispiel bereits existiert, könnte Microsoft schneller als sonst handeln. Der Entdecker des Bugs bestreitet allerdings, Microsoft nicht vorab informiert zu haben. Er will den Hersteller bereits am 8. November 2009 informiert haben. Der Entdecker hat aber offenbar eine unbefriedigende Antwort am 11. November erhalten und veröffentlichte daraufhin den Exploit. Zumindest gibt sich Microsoft über die Entwicklung besorgt und würde verantwortungsvollen Umgang mit der entdeckten Sicherheitslücke wünschen. Ob Microsoft den Dezember-Patchday abwartet oder ein Update außerhalb des monatlichen Zyklus anbietet, hat die Firma aber noch nicht entschieden.

Der Sicherheitslücke wurde der CVE-Code CVE-2009-3676 zugeteilt. Weitere Informationen sind im Advisory 977544 zu finden, das Microsoft vermutlich häufiger aktualisieren wird.

 

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